Dharmische Partner und das Karma

Dharmische Partner und das Karma

21. November 2021 0 Von urquellliebe

Was ist ein dharmischer Partner?

Ich versuche es mit meinen Worten und  meinem Verständnis zu erklären.

Es ist die Seele, welche sich mit dir gemeinsam, auf harmonische Weise so verwandelt, dass ihr beiden miteinander reift, dies gestützt durch eine ausgeglichene harmonische Liebe miteinander.

Dieser Wandel bedarf meist nicht deinem Zutun, denn man sieht sich, erkennt sich und ergänzt sich.

Man wächst gemeinsam, nicht nur Du allein, sondern es ist ein ausgewogenes Wachstum zwischen zwei Partnern.

Deine Dualseele begegnet dir auf der Dharmischen Ebene.

Die karmische Ebene wiederum ist jene, auf der es Dinge zu früheren Existenzen auszugleichen gibt, die aber wiederum Wachstum und Balance für einen oder beide gebären.

Nein, Karma ist keine Bestrafung, sondern die Chance zu lernen und zu wachsen. Die eigenen Fehler, davon auch einige, die man schon viele Inkarnationen mit sich trägt, gehegt und gepflegt hat und die nun endlich geändert werden möchten.

Dies gilt nicht nur bei dir, sondern auch bei deinem Gegenüber.

Fast immer haben sich beide etwas zu geben und beide können dem anderen helfen Karma und Dharma in eine ausgewogene Basis erheben, allein dadurch, dass man auch auf sein eigenes Verhalten schaut, sich fragt, was dieses eigene Verhalten mit dem anderen macht, und das eigene Fehlverhalten erkennt.

Aber auch das Fehlverhalten des anderen nicht einfach tolleriert, sondern gemeinsam nach Wegen sucht, die ein harmonisches Ergebnis für beide bringen.

Dies erfordert tatsächlich eine gewisse Reife. Egoismus ist hierbei nicht förderlich.

Der Sinn einer Seelenliebe-Partnerschaft ist es doch nicht, an sich selbst zu arbeiten, sich anzustrengen dem anderen alles recht zu machen, so dass auf den anderen ein Spaziergang durchs Leben wartet, aber durch ein Leben welches Du kreiert hast, für beide, auch für ihn, ohne seine Zustimmung.

Dies durch den Anstoß oder mit dem Versprechen, eines Experten, Speakers, Coaches und dergleichen, dass sich dadurch der andere automatisch mitverändern würde.

Lasse dir dies einmal ganz langsam und deutlich durch deine Gedanken wandern.

Du sollst auf alles Mögliche verzichten, sollst an dir arbeiten, bis hin zur Unkenntlichkeit deiner Selbst dir Selbst gegenüber. Du sollst mühsame seelische Wege und Prozesse beschreiten und imaginäre Stufen erklimmen und Dimensionen erkunden.

Aaaaaaaaaaaaaber, der andere tut nichts dergleichen, einfach NICHTS, er lebt sein Leben nach seinem Gusto weiter und genießt es in vollen Zügen, und nur dadurch, dass Du dich abmühst, dich dir und all deinen Lieben entfremdest, soll der andere, der doch von all dem nichts weiß, sich ins Positive für dich verändern und den Weg zu dir finden, den er ohne all diese Anstrengung deinerseits, nicht findet?

Du merkst schon, dass dies Irrsinn ist? Oder?

Bei solch einem Verhalten erschaffst Du dir neue karmische Aufgaben, für dieses Leben, das nächste vielleicht auch das übernächste usw.

Einfach auch, weil Du entgegen, deines Lebenssinnes lebst.

Der andere lebt sein Leben, wie er es fühlt, haben möchte und bleibt einfach bei sich selbst.

Dies dürfte schon zum Dharma gehören. Weil er einfach in seinem Leben verankert bleibt, ohne sich von irgendwem erzählen zu lassen, was er zu tun und zu lassen hat, um geliebt zu werden.

Er wird ja schon geliebt, von dir.

Er darf ja bleiben, wie er ist, denn er wird geliebt so, wie er ist, ohne die unsinnigen fast schon gefährlichen Forderungen, dies und das und jenes bis auf den Grund des eigenen Seins zu verändern, das tust ja schon Du.

Du bist es der/die dem Irrglauben anhängt, sich selbst verbiegen und innerlich zerstören zu müssen, um von einem Menschen, der locker flockig er selbst bleibt, endlich gesehen und geliebt zu werden.

PARADOX ohnegleichen!

Du bist es, der/die sich neue Lernaufgaben für die Zukunft generiert, nicht dein Gegenüber.

Es ist auch nicht der Sinn einer solchen Liebe, dass Du dich so weit veränderst, dass Du dir selbst fremd bist, so weit, dass Du Schaf unter Schafen wirst, so weit, dass der andere lebt, liebt und weitergeht, wie er ist und immer war, aber Du da stehst und dich fragst, wen Du unter deiner Haut beherbergst, denn Du bist es nicht mehr wirklich. Du bist das Produkt der Dualseelenindustrie geworden.

Ja, es gibt solche Partner, die einen Wandel in dir anstoßen.

Dieser Wandel kann auch schwierig sein und anstrengend, er wird dich aber immer erfüllen, ergänzen, ganz machen, dich nach Hause führen.

Jedoch wirst Du hier wachsen, dadurch, dass Du erkennst, dass dieser andere Mensch nicht für dich bestimmt ist.

Wenn Du im Laufe deiner Gefühle, erkennen kannst, dass nur Du fühlst und der andere dafür in dein Leben kam, um etwas auszugleichen, oder noch wertvoller, etwas in dir zu verändern, was sich jedoch harmonisch in dein Fühlen einfügt, dann bist Du wohl auf einen karmischen Partner getroffen.

Dies macht die Mehrheit meiner Klienten aus.

Viele sind dann enttäuscht, wenn sie hören, nein, er ist keine Seelenliebe. Jedoch übersehen sie in der großen Enttäuschung, dass Ihnen durch diese Seele ein immenses Potential an Wachstum geboten wurde.

Und ja, es kann auch Wachstum bedeuten, zu erkennen, dass man sich geirrt hat.

Eine wirkliche Seelenliebe beruht auf dem dharmischen Prinzip.

Man ergänzt sich, beide wollen eine Beziehung, man wächst zusammen, macht gleiche Erfahrungen, die jedoch ganz andere Entwicklungen in jedem auslösen können, sehr individuelle Entwicklungen.

Man versteht sich in Krisensituationen auch ohne Streit, Trennungen, pubertären Spielchen, denn man reagiert reif und miteinander.

Man findet Kompromisse, die jedem von beiden etwas bringen, und die Liebe ist wie selbstverständlich bei beiden da.

Man muss nicht darum kämpfen, vom anderen gesehen- und geliebt zu werden, denn der andere sieht dich und die Liebe ist da, ohne dass Du darum kämpfen musst. Hier muss keiner erobert werden, denn der andere reicht dir die Hand und bietet dir die Liebe in all ihren Facetten.

Leider ist es so, dass viele der Menschen, die unbedingt einen anderen wollen, ihre Prägung betreffend einem Partner in sich tragen, der zumeist einem Partnerbild aus einer früheren Zeit entspricht.

Davon weichen sie auch nicht ab, und so geschieht es leider auch, dass sie dabei der wahren Lieben, den Weg in das eigene Leben versperren.

Wer glaubt, um die Liebe eines anderen kämpfen zu müssen, hat die wirkliche Energie von Dualseelenliebe nicht verstanden, er kämpft noch immer auf dem Schlachtfeld des eigenen Egos, aber auch auf dem Schlachtfeld des Egos dessen, der dich auf diesen Weg schickt.

Erika Flickinger

Solch ein Mensch übersieht dabei, den einfachen, glücklichen und zufriedenen Weg, den eine wahre Seelenliebe gehen möchte.

Dharmisch (Dharma) bedeutet auch, man weiß, dass einem nicht nur die Liebe verbindet, sondern auch Lernaufgaben, Wachstumschancen, Missionen, die mitgebracht wurden, und die gerne als Karma bezeichnet werden.

Sie sind jedoch kein Karma im Sinne von BÖSE, sondern tatsächlich Chancen, sich selbst positiv zu ändern. In die Erleuchtung, das eigene Strahlen hineinfinden, geht wunderbar mit einer Seelenliebe.

Sollten wir mit einem Seelenpartner zusammen nicht Erleuchten und/oder auch auf gewisse Weise gemeinsam erwachen?

Ist es nicht Sinn einer Seelenbeziehung, sich in einem ausgewogenen Verhältnis zu fördern, gemeinsames Wachstum innerhalb der Beziehung zu erfahren?

Es geht nicht darum, jemanden zu jagen und als Beute zu gewinnen!

Es geht auch nicht darum, einen anderen von Gefühlen überzeugen zu müssen, die nicht gleich in ihm erwacht sind und es vielleicht auch nie tun werden!

Und schon gar nicht geht es darum das Du dadurch, dass Du beständig an dir arbeitest, formst und veränderst, wohlgemerkt, so wie andere es dir vorgeben, diesen *begehrten* Menschen, also im Grunde dieses Jagdobjekt, als Trophäe in dein Leben einreihst.

Nein Seelenliebe bedeutet, der andere findet freiwillig in dein Leben, ohne Überredung, ohne ihn Überzeugen zu müssen, ohne Zwang.

Eben einfach auch ohne, dass Du dich so sehr verändern musst.

Aber auch ohne zuvor durch alle möglichen Stufen eines nicht sichtbaren Prozesses, gejagt zu werden, von denen niemand weiß, ob Sie existieren oder ob es nur eine kluge Eingebung eines Menschen war, dessen Leben sich dadurch materiell verbessert hatte und seine Erben/Schüler/Nachahmer tun es ihm gleich.

Und hier spreche ich aus der Erfahrung meiner Klienten und deren Aussagen, wie viel Energie, Zeit und vor allen Dingen Geld, sie bei solchen Meistern der Szene gelassen haben. Ich möchte es einfach Lehrgeld nennen. Aber es hat schon immense Ausmaße und gleicht definitiv einer Industrie.

Man erschafft sich hier durch das eigene Verhalten, erneutes Karma, kreiert sich die eigenen Lernaufgaben für die Zukunft selbst, weil man die Verantwortung an andere abgibt, indem man sich sagen lässt, was zu tun und zu lassen ist. Und dies sind mitunter wirre Dinge, die man im normalen Leben weit von sich weisen würde.

Es gibt eine einfache, aber sehr eindringliche Wahrheit, die Spiritualität betreffend.

Jeder Glaube, jede Religion, für die Du deine Zeit, dein Geld, deine Individualität einzahlen musst, um deren Wahrheiten zu erlangen, ist keine Spiritualität, aber definitiv auch keine Seelenliebe, sondern einfach klug durchdachtes und berechnendes Marketing.

Zum Anschluss wünsche ich dir, viel Karma und Dharma im Bereich der Liebe, weil beides sich gegenseitig braucht, und die Weisheit beides in deinem Leben zu integrieren und eine gesunde Balance zu erschaffen, denn ein sinnvolles erfüllendes Leben möchte beides haben, Karma ebenso wie Dharma.

Dharma bedeutet übrigens auch, dass das Leiden nun beendet werden kann/darf.

Viele halten aber gerne am Leiden fest und wo leidet man am meisten?

Genau, in einer zwischenmenschlichen Beziehung, die nicht zustande kommt, oder aus welchen Gründen auch immer zerbrochen ist. Dadurch, dass manche gerne am Schmerz festhalten, geißeln sie sich selbst, indem sie solch absurde Dinge, wie Dualseelenprozess, oder Dimensionserklimmungen oder das Verändern seiner Selbst, um angeblich liebenswerter zu werden, erleiden, anstatt, den Frieden einer zu Ende gelebten Beziehung, oder die Erkenntnis, dass etwas nicht zusammenpasst, zu genießen.

Man hält fest, verweigert das eigene Dharma im Leben und baut an neuem zukünftigen Karma.

Und gerade hier ist oft ein karmischer Partner hilfreich, um seine eigenen Aufgaben zu erkennen. Aber, dies muss man eben zuerst erkennen wollen, die Tatsache, dass man selbst sich mehr verletzt als das Gegenüber.

Im Dharma jedoch liegt die Weisheit verborgen, dass um nichts gekämpft werden muss.

Dharma ist ebenso wie Karma, etwas, dass für dich und andere Betroffene eine wertvolle Bereicherung des Lebens sein kann.

Achtsamkeit sich selbst und dem anderen gegenüber ist eine der Energien des Dharma.

Nicht der immense Wunsch etwas/jemanden zu besitzen, sondern die segensreiche Erkentniss nicht alles haben zu müssen, was man meint zu brauchen.

Denn es kommt alles von selbst in dein Leben, was Du zu deinem Wachstum und letzendlich zu deinem Glück benötigst.

Auch eine glückliche Seelenliebe wird getragen von der richtigen Balance zwischen beiden Polen.

© Erika Flickinger