Spiritualität braucht beide Pole
Mir fällt auf,
dass Spiritualität heute stark begrenzt wird.
der Mann wird ausgeschlossen,
es ist, als wolle man
das maskuline Geschlecht ausradieren.
Es gibt Schwesternschaften,
Frauengruppen,
Esoterische Frauenthemen,
die weibliche Ahnenlinie wird
wie ein Heiligtum behandelt.
Und in all dem schließt man den Mann,
die maskuline Energie einfach aus.
Er wird weggeschoben, wegradiert,
übersehen und zum Ausgestoßenen.
Die Frauen huldigen den Göttinnen und Göttern,
aber bei den Zeremonien
den Gebeten
den Ritualen
den Ahnenreihen,
und dem Verehren der eigenen YONI,
indem man sie mit Frauenenergie erweckt,
bleibt der Mann viel zu oft außen vor.
Man wettert gegen gleichgeschlechtliche Liebe,
und öffnet die YONI-Energie mit Frauen.
Sollte es nicht die maskuline Energie sein,
welche die feminine Energie öffnet?
Ihr ruft laut EMANZIPATION,
und schließt doch etwas Wichtiges aus.
Die feminine Energie
braucht für eine gesunde Balance,
und auch zur Zeugung neuen Lebens,
die maskuline Energie.
Ihr wollt spirituelle Frauen sein,
aber schlüpft nun in die Rolle der Rächerin,
während ihr euch dabei unaufrichtig,
auf die Wunden der Ahninen beruft,
während die Ablehnung des Mannes gelebt wird!
Ein Paradoxon ohnegleichen.
Mir fällt auf …
das Pendel der Geschichte
schlägt in die andere Richtung
und es kommt zu einem unguten Ungleichgewicht.
© Erika Flickinger
